Die Landwehr (Land Wehre)  

Fahne des Landwehr-Unterstützungsvereins. Heimatbund St. Tönis

und die Bezeichnung "Hückelsmay"

   

Die Landwehr zwischen Krefeld Fischeln und Anrath 

 

Von dem Flüsschen Niers bei der Stadt Süchteln, bis nach Linn (Krefeld), wurde um das Jahr 1350 ein Grenzwall errichtet. Dieser sollte das kurkölnische Territorium, also  Ortshaften wie Kempen,  von der Grafschaft Moers trennten.

Südlich der „Herrlichkeit Crefeld“ entstand nun die innerkurkölnische Landwehr, ein kilometerlanger Doppelwall mit drei Gräben, die im Herbst wahrscheinlich auch Wasser führten. Die Wälle ansich, waren mit Strauchwerk bewachsen, welches von Straßenposten, den sogenannten Baumschließern gepflegt wurde.

 

Die langen Triebe der Sträucher wurden regelmäßig  umgebogen und die Spitzen wieder in den Boden eingegraben. Durch dieses so bezeichnete "Lemmen", vermehrte sich der Weißdorn und wuchs dazu noch sehr dicht.  

Grafik: Karte Grosser Generalstab III Teil

 

Diese Befestigung konnte nur durch ein paar wenige Durchlässe (Meyen),  die mit Schlag-bäumen und Wach- posten besetzt waren, passiert werden.

Es gab wohl auch kleine Güter an den Durchlässen, umzäunte Behausungen, die von den Baumschließern bewohnt wurden, welche schließlich auch die Namengeber der Durchlasse waren.

 

In dem Fall der Hückelsmay, setzt er sich wohl aus der damaligenBezeichnung „Mey“ und dem Namen „Hückels“ oder„Hückes“ zusammen.

Selbiges gilt für die Flurbezeichnung und archäologischen Untersuchungs-punkte bei "Am Stock" oder Stockshof.

So heißt es bei Osterhold: "Adam Stock, Baumschließer am Stock hat 20 Morgen (Landbesitz)".

 

   

Im 18. Jhdt. begann die Landwehr im Reerenbruch zwischen Krefeld und Fischeln, in südöstlicher Richtung verlaufend und endete bei der Bauernschaft Berschelsbaum, wo sie ein daran anschließender Abzugsgraben, mit dem Fleutbach (die Fleut oder Flöth) verband.

 

Der Landwehr kam aber in dieser Zeit nur wenig Pflege zu Teil. Sie wurde aus den zur Verfügung stehenden Quellen, als mit wildem Strauchwerk und Bäumen bewachsener Doppelwall bezeichnet. Die Umgebung nördlich der Landwehr, die Durchlässe verwahrlost, die Wege und Gebäude, müssen nach Angaben der Zeitzeugen des Geschehens, in einen allgemein traurigen Zustand gewesen sein.

     

Hypothetischer Grabenschnitt mit Gesträuch (Weißdorn) 1758- Grafik: Alexander Schneider

 

      

Archäologische Untersuchungen an der mittlealterlichen Landwehr Hückelsmay von Christoph Reichmann

 

 

 

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